NATUR & WILDNISSCHULE

WOLFSBLICK-AWINTARIS



Wolfsblick - AWINTARIS mit Tieren verbunden

- oder Die unendliche Geschichte- eine Geschichte die das Leben selbst schrieb-

 

Die Geschichte beginnt im Frühling 2013 oder eher? Viele Fragen auf die ich im Laufe der Zeit meine Antworten erhalten sollte. Aber bleiben wir beim augenscheinlichen Anfang.

Ich befand mich in einem Abschnitt meines Lebens, in dem es galt eine Entscheidung zu treffen.

Meine bis dahin ausgeführte Tätigkeit als Hundetrainer aufzugeben, denn ich fühlte, diese Zeit war zu Ende.

Ja ich wollte sie sprichwörtlich an den Nagel hängen, wäre da nicht der Zweifler in mir gewesen, der mir immer wieder sagte: "Na? Ob das richtig ist? Hast Du Dir das gut überlegt?". Meine Gedanken kreisten, mein Herz und mein Kopf standen im Konflikt.

20 Jahre war ich nun fast als Trainerin unterwegs, soviele Menschen mit Hunden sind mir begegnet und ach soviele Trainingsansätze. Wenn ich überlege wieviel Zeit  ich in Seminare und Fortbildungen steckte, mein lieber Scholli, immer auf der Suche nach mehr. Irgendwann glaubte ich:"Yeahr Du weißt viel" und irgendwie wusste ich auch nichts.

Immer und immer wieder stellte ich fest es fühlt sich nicht stimmig an. Was ist es nur, was dich so rastlos macht? Heute weiß ich, es war mein Ego. Ich war so sehr in alten Mustern verstrickt, dass eine andere Ebene nicht wirklich Raum fand. Ich fühlte sie, doch mein Gedankenkarussel übertöhnte sie.

Was für eine Zeit mit Höhen und Tiefen, mit Achterbahn fahren der Gefühle und meinem Zweifler im Kopf den, ich liebevoll Günter den Schweinehund nenne. Er möchte mir immer wieder dazwischen funken.

Auch Aussagen von Hundehaltern, die mir immer wieder mitteilten, ich soll doch bitte dafür sorgen, dass das "Fehlverhalten" ihrer Hunde endlich mal aufhören müsse, da sie ihn sonst abgeben müssten oder sich eine andere Hundeschule suchen würden, machte meine Allgemeinstimmung nicht gerade besser. Ja es gab Zeiten da fühlte, ich mich wie ein Schnellkochtopf, dessen Ventil gleich hochgeht.

Einen meiner Spiegel und auch größten Lehrer hatte und habe ich an meiner Seite. Meinen Cörnel. Durch ihn fand ich das, was ich später an die Menschen weitergeben sollte.

Er ist mein Held, mein stiller Berater, der Fels in der Brandung,mein Bruder, ein Teil von mir. Er sollte zu mir, um mich so Vieles zu lehren, was man mit den Augen nicht sieht, sondern im Innern findet. Ich durfte ihm zuhören, mir zuhören.

Wer auch immer mir dieses wunderbare Wesen zur Seite stellte... Sicher ist, das ich IHN brauchte. Nicht er MICH. Er wusste ja bereits Alles, wovon ich langsam aber sicher anfing zu verstehen.

Unsere Verbindung ist so tief, dass ich dafür keine Worte finde, nicht Jetzt. Oder doch?

Dann kam für mich der entscheidende Tag.

Ich begegnete einem Mann aus meinem Wohnort. Wir kamen ins Gespräch und er fragte mich: "Hast Du Dir noch mal den Ort angesehen, den ich mal erwähnte, für Deine Arbeit mit den Tieren?". Und plötzlich erinnerte ich mich, denn er hatte mir vor Jahren schon einmal davon erzählt.

Das konnte in meiner jetzigen Situation kein Zufall sein, denn diesen gibt es ja nicht. Sondern es fällt einem Etwas zu.

Also gut, dann schauen wir uns diesen längst vergessenen Ort einmal an. Was ich vorfand war ein Stück verwildertes Land, was im jetzigen Augenblick nicht begehbar schien. Doch dann geschah etwas, was mich immer noch tief berührt.

Ich schob mit meinen Füßen Gestrüpp zur Seite, ackerte mich durch jede Menge Morast und Unkraut, legte mir bildlich einen Pfad frei. Nun stand ich da, umgeben von Birken und Tannen und jeder Menge Brennnesseln.

Ich stand einfach nur da. In meinen Füßen fing es an zu kribbeln und mein Herz schlug wie wild. Mit all meinen Sinnen spürte ich, dass dieses Stück Erde mich rief und mir wurde sehr schnell klar, nicht ich fand diesen Ort, sondern er mich.

Hier sollte ich sein. Ich sollte das erste Mal den Herzschlag von Mutter Erde fühlen.

Hier sollte ich SEIN.

Hier sollte ich meinen Weg fortsetzen. Welch ein Geschenk der Natur wurde mir an diesem Tag übergeben. Voller Dankbarkeit war nun meine Entscheidung gefallen und mein Trainerdasein fand genau an diesem Tag sein Ende.

Ich durfte beginnen, Tiere mit anderen Augen zu sehen und meine sensible Wesensart half mir dabei. Meine , feinfühlige und schüchterne Art als Kind hatten aber meine Mitmenschen nicht verstanden. Und so zog ich mich immer mehr von Menschen zurück und flüchtete in die Welt der Tiere.

Bei den Tieren blühte ich auf und entdeckte meine Sensibilität und Feinfühligkeit wieder.

Die Tiere nahmen meine Gefühle und Bedürfnisse wahr. Sie schenkten mir ihre bedingungslose Liebe.

Ich fühlte mich unendlich angenommen und gewollt. Denn im Zusammensein mit Menschen atte ich  immer das Gefühl, ich dürfe mich nicht so zeigen, wie ich wirklich bin –ja und bei den Tieren was das eben ganz anders.

Mein Cörnel lehrte mich das ich zu mir stehen darf, das ich meinen ganz eigenen Weg gehen soll , meiner Intuition vertrauen darf. Meinen Weg mit den Tieren und  gleichhzeitig von allen herkömmlichen Erziehungsmethoden und Dogmen los zulassen.

Zusammen mit meinem Mann und anderen lieben Menschen wurde dieser Platz gerodet. In mühevoller Arbeit legten wir ihn frei. Einer dieser Menschen war Nicole Keutmann, zu ihr später mehr.

Während des gemeinsamen Tuns bekam ich weitere Impulse, Hinweise wohin mich meine Reise führen sollte.

Einer davon war "Back to the Roots", zurück zu den Wurzeln.

Ein weiterer Hinweis für mich zeigte sich, als wir mit den Händen die Wurzeln aus der roten Erde buddelten. Ich hörte mich sagen: "Wenn ich noch einmal eine Hündin bekomme, dann wird sie Tara heißen, Tara wie die Erde." Warum sage ich sowas? Ich habe zwei Hunde, Cörnel und Wini. Hatte ich da schon eine Vorahnung, was sich mir noch zeigen sollte?

Die Zeit verging und es kam der 7. Januar 2014, ein Tag wie jeder andere und doch ganz anders. Es war der Tag, als Wini über die Regenbogenbrücke ging. Es passierte wie aus dem Nichts, ein letzter Blick und sie machte sich auf die Reise. Meine Wini, mit 11 Monaten war ihre Zeit hier auf Erden zu Ende. Und wieder hieß es für mich "loslassen" bedeutet gegebene Lebenssituation anzunehmen, wie sie sind. glücklich und dankbar zu sein für 11 innige Monate.

Gute Reise Wini, komm gut heim, ich bin sicher wir werden uns wiedersehen und Grüße mir all meine Ahnen.

Das mit dem Loslassen war für mich sehr schwer, Wini fehlte, fehlte so sehr, weil sie so war, wie sie war. Was hat sie mir gegeben, was ich für mich selbst nicht hatte? Fragen über Fragen.

Na ja und dann erkannte ich, dass Loslassen durch die Intuition gefördert wird.

Dafür brauchte ich die Schmerzhaften und die vielen schönen Erfahrungen in meinem Leben. Alles gehört zu mir, schmerzhafte und schöne Erfahrungen, schräge und liebenswerte Angewohnheiten. Und alles was zu mir gehört, wirklich alles, darf mit Liebe, Achtsamkeit und Dankbarkeit angenommen werden.

Die Zeit verging oder wie heißt es immer so schön, das Leben geht weiter, was es ja auch tat. In dieser Zeit erhielt ich Stück für Stück Antworten auf meine Fragen, sie schlummerten in meinem inneren und warten daruf geweckt zu werden.

Wenn man sich und sein Leben so annimmt wie es ist, mit allem was es ist, dann lässt man los. Dann kommt die Intuition zum tragen. Dann kommen Eingebungen, Ideen die einem helfen werden, seine Lebenssituation zu verändern und zu verbessern.

Dankbarkeit auch für schräge völlig merkwürdig erscheinende Verhaltensweisen. Denn wenn ich Diese in Stärken umgewandelt habe, liegt meine Stärke darin andere in ihrem genauso windschiefen Verhalten, zu verstehen. Ihnen Liebe und Verständnis zu schicken, damit sie ihre Verhaltensweisen in Stärken umwandeln können.

Eines Abends, ich stöberte im Internet, sprang mich förmlich ein Bild an, eine Riesenschnauzerhündin, oh mein Gott... da ist sie. Sie gehört zu mir, ich weiß es! Ok, Ruhe bewahren und Morgen früh sofort anrufen, bevor sie nicht mehr da ist. Ich rief an und hörte eine Männerstimme, die mir mitteilte: "Tut mir leid, wir haben den Hund soeben verkauft." Ein bisschen verwirrt fragte ich mich: "Verkauft, meine Tara? Das kann nicht sein!" Aber es war so! Jetzt war es so! Wieder hieß es loslassen.

Ein Tag später ruft mich der Mann wieder an und teilt mir mit: "Ich habe den anderen abgesagt, ich glaube der Hund soll zu Ihnen." Ein wenig durcheinander und doch mit großer Freude ging es ab nach Holland, um sie zu treffen. Ja sie war es. Es war Tara.

Irgendwann kam die Frage, was sie denn nun kosten sollte. Der Mann nannte mir den Betrag, Ups! So viel Geld habe ich nicht auf die Schnelle. Gleichzeitig wusste ich aber, sie gehört zu mir und es wird einen Weg geben, auch wenn ich ihn jetzt noch nicht sehen konnte.

Ja und dann geschah sowas wie ein Wunder, ich hatte ein Seminar veranstaltet, das sich "Die Sprache des Herzens" nennt.

Das Seminar war zu Ende und ich saß etwas erschöpft auf dem gelobten Land, als eine Menschenreihe am Zaun vorbeizog und ich in der Ferne eine Trompete hörte. Was dann geschah kann man kaum in Worte fassen und ich brauchte eine ganze Weile um zu realisieren, was da gerade vor sich ging.

Mir wurde von all diesen lieben Menschen ein Umschlag überreicht, sie hatten eine Sammelaktion gestartet, Inhalt des Umschlags: Der Kaufpreis für Tara.

Meine Gefühle fuhren Achterbahn. Es war wie ein Feuerwerk, gepaart mit Demut und Dankbarkeit.

Es war Alles! Am nächsten Tag kam Tara - Die Erde -

Ja Wunder geschehen.

In dieser Zeit entstand auch die Vision eines Tipis, das immer schon ein Traum von mir war. Ich erinnerte mich als kleines Mädchen davon geträumt zu haben.

In mir selbst ging der Prozess weiter. 

Ich durfte erkennen, dass jeder Mensch und jedes Tier ein ganz eigenes Geschenk für mich ist, dass in jeder Begegnung ein gewisser Zauber liegt. Dass ich wirklich für jede Begegnung so dankbar sein darf. Durch sie durfte ich wachsen. Mir öffneten sich Türen, die bis dahin verschlossen schienen.

Ich bekam einen Zugang zum Schamanismus, aber vor Allem zu mir selbst. Ich durfte mich erkennen, mit all meinen Stärken und all meinen Schwächen, mit der Neugierde eines kleinen Kindes entdeckte ich immer mehr.

Auch meine Aufgabe wurde immer deutlicher. Die des Mittlers, des Tierystemcoaches.

Immer wieder kamen Anfragen nach einem Hundetraining auf mich zu und siehe da, es gibt einen Menschen in meinem nahen Umfeld, dem genau diese Aufgabe eine Herzensangelegenheit ist, es ist oben genannte Nicole Keutmann.

Mit dieser Erkenntnis reifte eine gemeinsame Vision. Das Beziehungsgeflecht:

Mensch - Tier - Natur

Wolfsblick naturgemässe Kommunikation-Awintaris mit Tieren verbunden

Im Jahre 2016 bekam das erste Tipi seinen Platz, denn das was zu Dir gehört, findet einen Weg, so wie alles im Leben.

Sicherlich kann man sich vorstellen, das der eine oder andere der das Tipi im vorbei gehen sah/ sieht, diesen Blick hat (geht ja gar nicht) zwischen Tennisplatz und Poolbahn, steht so ein Indianerzelt, die Gesichter waren und sind immer wieder köstlich, es entspricht eben nicht der Norm und das ist gut so.

Die unendliche Geschichte geht weiter und wird niemals langweilig. Die Moral von der Geschicht, tue das das as dich glücklich macht, das was Du tust mit voller Leidenschaft, lebe im JETZT und höre auf Dein Herz, denn es schlug bevor Dein Verstand einsetzte.

Erkenne deine Gaben ,schaue was dich blockiert und vorallem glaube an Dich, und geniesse Dein Anders sein.

Wenn Du mich fragst warum ich diese Geschichte schrieb, so sage ich Dir mein Freund, ich tat es für mich, als Dank an meine Hunde und um einen kleinen Beitrag im großen Ganzen  zu leisten. Danke das auch Du sie gelesen hast und wünsche dir von Herzen gute Pfade.

Im Oktober 2017 wars es dann soweit die unendliche Geschichte geht weiter nun ist es auch für Nicole soweit , nach ihren gesamelten Erfahrungen als Trainer entschied sie sich ganz klar gegen diese Aufgabe , für uns beide bedeutete es, und nun werdet ihr staunen, Klarheit , wir möchten keine Hunde trainieren wir möchten den Menschen einen andern Blickwinkel auf ihr Tier vermitteln, wir möchten mit Menschen von Tieren lernen.

Zusammen das Buch schreiben, vom tierrischen Glück.


PS: und hätte ich einen Wunsch frei, dann wünschte ich mir das die Menschen die Tiere als ihre Brüdern und Schwestern sehen,ihnen auf Augenhöhe begegnen. Vertrau auf Deinen Hund ,denn niemand kennt Dich so gut wie er, Dein Hund kennt Dein wahres Ich, sie sind für mich die Helden ohne Umhang, leider bleiben sie noch viel zu oft unerhört bsw unverstanden.



 

In meinem Herzen lebt Wini weiter, sie ist eine der Narben auf meinen perfekten Herz

 

 

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